Sumatra-Nashorn : Zum zweiten Mal wohl ausgestorben

40 Jahre lang hatte man kein Sumatra-Nashorn mehr gesehen. Kurz nach dem Auftauchen ist das Tier gestorben – vermutlich wegen eines Wilderers.
Nur wenige Wochen, nachdem zum ersten Mal nach 40 Jahren wieder ein Sumatra-Nashorn auf der indonesischen Insel Borneo gesichtet worden war, ist das Tier auch schon verendet. Das Umweltministerium in Jakarta teilte mit, dass die Todesursache des auf den Namen „Najaq“ getauften Nashorns offenbar eine Infektion am Bein gewesen sei.
Das etwa fünf bis sechs Jahre alte Weibchen war im März in der Provinz Ostkalimantan von Tierschützern in einer Grube gefangen worden, um es in ein sichereres Schutzgebiet zu bringen. Es soll sich aber schon früher eine Verletzung am Bein zugezogen haben, womöglich durch eine von Wilderern ausgelegte Schlinge.
Die Hörner der Tiere, die etwa zu Pulver verarbeitet in der Traditionellen Chinesischen Medizin eingesetzt werden, erreichen auf dem Schwarzmarkt Höchstpreise. Das Sumatra-Nashorn ist das kleinste der noch lebenden fünf Nashornarten. Jahrzehntelang hatte es auf Borneo keine Hinweise mehr auf ein Überleben der Art auf dieser Insel gegeben. Sie war durch intensive Landwirtschaft, den Bergbau und die Wilderei dezimiert worden und galt auf der Insel schon als ausgestorben.
Dann waren in den vergangenen Jahren aber wieder Spuren zumindest einiger weniger Nashörner aufgetaucht. Sie konnten auch mit Kameras aufgenommen werden. Der erste Lebendkontakt mit dem Nashorn „Najaq“ hatte bei Tierschützern große Hoffnungen geweckt. Insgesamt soll es noch rund 100 der Nashörner in der Wildnis geben, die meisten davon auf der Nachbarinsel Sumatra.





