FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Menschenaffen in Afrika :
Die Gärtner des Urwalds

Von
Peter Pauls, Yaoundé
Lesezeit:
Rachel Hogan mit einem Gorilla (undatiertes Archivbild)AFP

Im Mefou National Park in Kamerun werden verletzte Menschenaffen aufgepäppelt. Sie wieder auszuwildern ist kaum noch möglich – denn ihr Lebensraum schrumpft rasant.

Etwa eine Stunde südlich von Kameruns Hauptstadt Yaoundé beginnt der Regenwald. Es gab eine Zeit, da überzog er weite Teile des westafrikanischen Landes. Heute erkennt man schon früh, dass man sich ihm nähert – an den entgegenkommenden Transportfahrzeugen, die gewaltige Baumstämme von den Rändern des Urwalds wegschaffen. An der Stelle, an der Siedlungsdruck, wirtschaftliche Interessen und Landwirtschaft auf das sensible Ökosystem Regenwald stoßen, beginnt der zehn Quadratkilometer große Mefou National Park. Dort liegt eine der großen Rettungsstationen für Menschenaffen auf dem afrikanischen Kontinent. Sie ist ein letzter Schutzraum für die Tiere, die auch die Gärtner des Urwalds genannt werden, da sie Samen und Sprösslinge verteilen. Der private Verein „Ape Action Africa“ betreibt die Station. Er finanziert sich aus Spenden sowie den Eintrittsgeldern in den Park.

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