Beisetzung von Mordopfer Jaden : „In den Farben getrennt, in der Sache vereint“

Rund 1000 Menschen waren am Donnerstag bei der Beisetzung von Jaden aus Herne – unter ihnen viele Rocker. Sogar der bekannteste deutsche Hells Angel, Frank Hanebuth, war da. Obwohl Jadens Stiefvater Mitglied der verfeindeten „Bandidos“ ist.
Eineinhalb Wochen nach dem Mord an dem neun Jahre alten Jaden in Herne ist der Junge am Donnerstagvormittag beerdigt worden. Die Beisetzung fand auf Antrag von Jadens Eltern mit einer Sondergenehmigung auf dem Waldfriedhof in Wanne-Eickel statt. Die Familie wohnt in der Nähe des Friedhofs, auf dem eigentlich schon seit mehreren Jahren keine Beerdigungen mehr stattfinden. Jaden war am Montag vor einer Woche das erste Opfer von Marcel H. Der 19 Jahre alte Jugendliche hatte den Nachbarsjungen unter einem Vorwand in den Keller des Hauses gelockt, in dem er bis vor kurzem mit seinen Eltern gewohnt hatte. Dort tötete H. den Jungen mit mehr als 50 Messerstichen. Wenig später tauchten Fotos, die H. von sich und seinem toten Opfer angefertigt hatte, im Internet auf. Tags darauf erstach H. auch noch seinen Bekannten Christopher W., als dieser ankündigte, ihn bei der Polizei zu melden.





