FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Forschung zu Laienermittlern :
Warum Hobbydetektive auf Mörderjagd gehen

Von
Astrid Ludwig
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Vom Partner getötet: Das Schicksal von Gabby Petito hat 2021 viele Menschen in den USA bewegt – und auch den Ehrgeiz von Laienermittlern geweckt.
Vom Partner getötet: Das Schicksal von Gabby Petito hat 2021 viele Menschen in den USA bewegt – und auch den Ehrgeiz von Laienermittlern geweckt.AP

Ungelöste Kriminalfälle faszinieren viele Menschen. Hunderttausende spüren auf eigene Faust Vermissten, Serienkillern oder Bombenlegern hinterher. Eine Forscherin der Uni Marburg befasst sich mit diesem Phänomen.

Joggen oder Stricken ist ihnen zu langweilig. In ihrer Freizeit schauen sie Fotos von Vermissten an, lesen Obduktionsberichte, verfolgen im Netz die Polizeiarbeit und suchen digital nach flüchtigen Straftätern, Leichen oder Hinweisen in lange erkalteten Kriminalfällen. Ein merkwürdiges Hobby? Für Laiendetektive, die von zu Hause ermitteln, gibt es längst einen englischen Fachbegriff. „Websleuths“ heißen die Feierabend-Ermittler, die im Netz und in den sozialen Medien auf Spurensuche gehen. Die Amerikanerin Tricia Griffith ist eine von ihnen und Inhaberin einer der international bekanntesten Websites, die sich websleuths.com nennt. Ihre Motivation begründet sie in Interviews damit, dass sie in ihrer Jugend in einem Einkaufszentrum eine Furcht einflößende Begegnung mit einem Fremden hatte, der – wie sich später herausstellte – der berüchtigte Serienkiller Ted Bundy war, der in den USA 30 junge Frauen ermordete.

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