Coronavirus in China :
44 Prozent mehr Infizierte – an einem Tag

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Nur mit Schutzmaske: Ein Mitarbeiter eines Essens-Lieferdienstes ruht sich in Peking auf seinem Roller aus.
Nur mit Schutzmaske: Ein Mitarbeiter eines Essens-Lieferdienstes ruht sich in Peking auf seinem Roller aus.EPA

Im Epizentum der Epidemie ist die offizielle Zahl der Neuinfektionen sprunghaft gestiegen. Das zeigt vor allem eins: Die Statistik war schon lange fragwürdig. Auch die politische Krisenbewältigung schreitet voran: Der Parteichef von Hubei wurde geschasst.

Die offizielle Zahl der Coronavirus-Infizierten in der chinesischen Krisenprovinz Hubei ist innerhalb von nur einem Tag um mehr als 44 Prozent gestiegen. Die lokale Gesundheitsbehörde begründete das am Donnerstag mit einer neuen Zählweise. Gezählt würden nicht mehr nur solche Patienten, bei denen mithilfe des COVID-19-Standardtestverfahrens Nukleinsäure des Virus nachgewiesen werde. Als infiziert gelten nun schon Personen, bei denen per Computertomographie Symptome einer Lungenentzündung festgestellt werden. Dass die Zahlen nun erheblich nach oben korrigiert wurden, zeigt aber vor allem, dass sie von Anfang an zweifelhaft waren. Die Krankenhäuser in der Provinz Hubei und deren Hauptstadt Wuhan verfügen schlicht nicht über die nötigen Testkapazitäten, um alle Verdachtsfälle zuverlässig zu diagnostizieren.

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