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Fragen und Antworten zum Virus : Es ist nicht immer Corona

Restlos ausverkauft: Auch wenn es in dieser Frankfurter Apotheke kein Desinfektionsmittel mehr gibt – gründliches Händewaschen reicht im privaten Alltag aus. Bild: Bloomberg

Ein neuartiges Virus treibt uns um. Wer ist besonders gefährdet, wie schütze ich mich am besten? Wir haben für Sie die 13 wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema.

          6 Min.

          Wie stecke ich mich mit dem neuartigen Coronavirus an?

          Peter-Philipp Schmitt
          Redakteur im Ressort „Deutschland und die Welt“.

          Indem mich ein Infizierter anhustet. Man spricht von Tröpfcheninfektion. Das Virus „springt“ von Mensch zu Mensch über. Auch indirekt kann ich mich mit Sars-CoV-2, wie der Erreger offiziell heißt, infizieren, etwa indem ich eine mit dem Virus kontaminierte Türklinke anfasse und danach mein Gesicht berühre. Bei der Schmier- wie der Tröpfcheninfektion kann das Virus über Mund- oder Nasenschleimhaut sowie über die Augenbindehaut in die Atemwege gelangen. Sars-CoV-2 wurde auch im Stuhl von Patienten nachgewiesen, fäkal-oral könnte eine Infektion ebenfalls möglich sein.

          Wie kann ich mich vor Sars-CoV-2 schützen?

          Drei Maßnahmen empfiehlt das Robert-Koch-Institut (RKI) besonders: Husten- und Nies-Etikette, gute Händehygiene, Abstand zu Erkrankten. Beim Husten und Niesen sollte man sich wegdrehen und am besten ein Papiertaschentuch oder die Armbeuge vor Mund und Nase halten. Berührungen sollte man vermeiden, auf das Händeschütteln zur Begrüßung verzichten. Türklinken fasst man vorsichtshalber nicht mit der Hand, sondern mit dem Ärmel oder einem Papiertaschentuch an. Zudem sollte man sich regelmäßig und gründlich die Hände waschen – mindestens 20 Sekunden lang und intensiv auch zwischen allen Fingern. 20 Sekunden sind übrigens lang, in der Zeit kann man zweimal komplett „Happy Birthday To You“ singen.

          Ist ein Mund- und Nasenschutz sinnvoll?

          Ein einfacher Mund- und Nasenschutz in Form einer chirurgischen Gesichtsmaske ist kein adäquater Schutz vor einer Ansteckung, schon allein weil er schnell durchfeuchtet und die Viren an den Seiten leicht ihren Weg zur Schleimhaut finden. Auch teure Atemschutzmasken schützen nicht vor dem Virus. Sie können aber sinnvoll sein, wenn eine Person schon infiziert ist – als Fremdschutz. Darum tragen auch Ärzte einen Mund- und Nasenschutz, um Patienten vor ungewolltem Anniesen oder -husten und zum Beispiel Wunden vor Keimen zu schützen. Masken mit Respiratoren (FFP2 oder FFP3) haben Filter und Ventil. Sie schützen allerdings nur, wenn sie genau an das Gesicht angepasst sind und die Filter regelmäßig ausgetauscht werden.

          Wie lange überlebt das Coronavirus zum Beispiel auf einer Türklinke?

          Darüber streitet die Wissenschaft. Es könnten Stunden oder Tage sein. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) weist darauf hin, dass es von den Bedingungen abhängig ist, auf die das Virus trifft. Im Fall der Türklinke spielen also Oberfläche und Material, Temperatur und Feuchtigkeit eine Rolle. Ein gewisses Restrisiko besteht also immer, selbst kontaminiertes Spielzeug, das aus China nach Deutschland importiert wird, könnte rein hypothetisch noch zu einer Infektion führen, was aber nahezu unwahrscheinlich ist. Forscher der Universitäten in Greifswald und Bochum haben sich mit dem Überleben von Cornonaviren, wie wir sie von Sars und Mers kennen, ausführlicher befasst und herausgefunden, dass sie sich bei Raumtemperatur bis zu neun Tage lang auf Oberflächen halten und infektiös bleiben können. Im Schnitt überlebten sie aber vier bis fünf Tage. „Kälte und hohe Luftfeuchtigkeit steigern ihre Lebensdauer noch“, schreibt Günter Kampf vom Institut für Hygiene und Umweltmedizin der Universitätsmedizin Greifswald. Ob sich die Ergebnisse so einfach auf das neuartige Coronavirus übertragen lassen, muss noch geklärt werden.

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