Fotografin Rineke Dijkstra : Die feinen Unterschiede
Das Frankfurter Städel Museum zeigt die ikonischen Strandporträts der niederländischen Fotokünstlerin Rineke Dijkstra. Im Gespräch mit der F.A.Z. beschreibt sie ihre Entstehung.
Zu Beginn ihrer Karriere arbeitete Rineke Dijkstra im Auftrag für Magazine. An den Porträts, die in diesem Rahmen entstanden, störte sie jedoch die Kontrolliertheit der Menschen, die sie ablichtete. „Es fiel mir schwer, in diesem Rahmen natürliche Bilder der Menschen zu machen. Sie haben gewisse Erwartungen oder wollen ein bestimmtes Bild von sich vermitteln, besonders als Geschäftsleute oder Menschen in einflussreichen Positionen“, erklärt sie. Also nahm sie eine Auszeit von der Auftragsarbeit und begab sich auf die Suche nach mehr Natürlichkeit und Authentizität. Schließlich war es ein Selbstporträt, das zu ihrer wohl bekanntesten Serie, den „Beach Portraits“, inspirierte. Sie fotografierte sich selbst, nachdem sie 30 Bahnen geschwommen war. Durch die körperliche Erschöpfung ließ sie jede Pose fallen – es entstand ein ungeschöntes, ehrliches Porträt.


