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Konflikt der Supermächte : Drängt Trump den Internetkonzern Alibaba von der Börse?

Amerikas Präsident Trump Bild: dpa

Washington überlegt, chinesische Unternehmen aus dem wichtigen New Yorker Aktienmarkt zu werfen. Damit wäre die Scheidung beider Länder perfekt. Den Aktienkursen von Alibaba & Co. tut das gar nicht gut.

          4 Min.

          Am Dienstag machte in Schanghaier Finanzkreisen eine explosive Nachricht die Runde: das Dasein von Alibaba an Amerikas Börse stehe kurz vor dem Ende.

          Hendrik Ankenbrand

          Wirtschaftskorrespondent für China mit Sitz in Schanghai.

          Der Internetgigant, an der New York Stock Exchange (NYSE) mit einer Marktkapitalisierung von 540 Milliarden Dollar notiert und damit das wertvollste chinesische Unternehmen im Ausland, sei von der amerikanischen Börsenaufsicht SEC aufgefordert worden, seine Eigentümerstruktur offenzulegen.

          Auch den in Amerika notierten Internetkonzern Baidu aus Peking hätten sich die Aufseher vorgeknöpft, dazu den chinesischen Versandhändler JD.com. Die SEC, so das Gerücht, das offensichtlich ein Mitarbeiter der chinesischen Börsenaufsicht verbreitet hatte, wolle wissen, ob die Unternehmen tatsächlich privater Natur seien wie behauptet. Oder ob bei Alibaba & Co. nicht in Wahrheit der chinesische Staat größter Anteilseigner sei. Gewänne die SEC den Eindruck, dass dies der Fall sein könnte, würden die Unternehmen vom amerikanischen Kapitalmarkt verbannt. Und bei Alibaba, das seit der Gründung durch Jack Ma, einem offiziellen Mitglied der Kommunistischen Partei den Verdacht, diese halte an dem Unternehmen einen gewichtigen Anteil, würden die Amerikaner mit Sicherheit etwas finden.

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