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Italienische Anleihen : Weniger Zinsen trotz gestiegener Unsicherheit

  • Aktualisiert am

Bild: REUTERS

Italien darf sich trotz Zypern-Krise und prekärer politischer Umstände über sinkende Finanzierungskosten freuen.

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          Um sich für sechs Monate 8,5 Milliarden Euro zu leihen, musste die drittgrößte Wirtschaftsmacht im Euroraum Investoren am Dienstag deutlich niedrigere Zinsen bieten als zuletzt. Das geht aus Angaben der italienischen Schuldenagentur in Rom hervor. Der Auftritt am Geldmarkt gilt als Lackmustest für eine Auktion von Staatsanleihen am morgigen Mittwoch.

          Gegenüber der letzten Versteigerung am 26. Februar sanken die Zinsen für die kurzlaufenden Staatstitel von 1,24 auf 0,83 Prozent. Zudem zog die Nachfrage etwas an: Waren die Papier zuletzt noch 1,44-fach überzeichnet, so hätten die Gebote diesmal gereicht, um das 1,64-fache zu platzieren. Analysten führten hohe Rückzahlungen aus auslaufenden italienischen Schuldtiteln als Unterstützung an.

          Nach chaotischen Parlamentswahlen ohne klare Mehrheiten bleibt die politische Lage in Italien unübersichtlich. Dass keine stabile Regierung in Sicht ist, schreckt Investoren bislang aber offenbar kaum ab. Und das, obwohl sich zudem hartnäckig Gerüchte über eine bevorstehende Abstufung der Kreditwürdigkeit durch die Ratingagentur Moody’s am Markt halten. Zur Wochenmitte will Rom Staatsanleihen mit fünf- und zehnjähriger Laufzeit an den Markt bringen und weitere bis zu sieben Milliarden Euro aufnehmen.

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