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Äußerungen nicht strafbar : Keine Ermittlungen gegen Claus Kleber

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Verprellte mit seiner Anmoderation ostthüringische Kleingärtner: ZDF-Moderator Claus Kleber. Bild: dpa

Altenburger Kleingärtner sind mit ihrer Anzeige gescheitert. Sie hatten dem ZDF-Moderator Verleumdung und üble Nachrede vorgeworfen. Der Vorsitzende des Verbands will Kleber weiterhin treffen.

          Eine Gruppe Kleingärtner aus Altenburg in Ostthüringen ist mit ihrem Versuch gescheitert, ZDF-Moderator Claus Kleber für seine Ausführungen in einer Ausgabe des „heute journals“ juristisch zu belangen. Der Chef des Regionalverbands der Kleingärtner im Altenburger Land, Wolfgang Preuß, hatte Kleber wegen Verleumdung und übler Nachrede angezeigt. Die Staatsanwaltschaft Gera aber wird kein Ermittlungsverfahren einleiten. „Die Äußerungen sind nicht strafbar“, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft auf Anfrage dieser Zeitung.

          Kleber hatte in der Sendung am 25. Februar Bezug auf einen Zeitungsartikel genommen und gesagt, dass in Altenburger Schrebergärten „schwarz-weiß-rote Reichsfahnen so präsent sind wie Schwarz-Rot-Gold der Bundesrepublik“, als er einen Beitrag über ein Stück mit einem dunkelhäutigen Hauptdarsteller im Altenburger Landestheater ankündigte. Preuß und die Kleingärtner hatten sich deshalb verunglimpft gefühlt und Klebers Darstellung bestritten.

          In dem vorgestellten Stück spielte Ougelo Téné aus Burkina Faso den Hauptmann von Köpenick. Weil der scheidende Direktor des Theaters in dem ZDF-Beitrag darauf abhob, dass ausländische Schauspieler wie Téné in Altenburg seit der Flüchtlingskrise einer fremdenfeindlichen Atmosphäre ausgesetzt seien, sah sich sogar Bürgermeister Michael Wolf (SPD) zu einer Stellungnahme veranlasst. Er verwahrte sich gegen „eine verzerrte, einseitige Darstellung von Altenburg“ und warf dem Direktor des Theaters vor, „aus Gründen der medialen Aufmerksamkeit“ die Stadt „mit rassistischen Denkweisen in der Bevölkerung in Verbindung“ zu bringen.

          Hauptmann von Altenburg: Oueglo Téné in der Rolle des Wilhelm Voigt

          Kleingärtner Preuß hat derweil von dem Thema offenbar noch nicht genug. Er sagte dem Evangelischen Pressedienst, er habe inzwischen mit Kleber telefoniert. „Wir haben uns etwa eine halbe Stunde unterhalten“, sagte Preuß. „Es ging darum, wie man mit dem Thema in Zukunft medial korrekt umgeht.“ Auch ein Treffen sei geplant. Preuß hatte Kleber bereits angeboten, ihm die Altenburger Schrebergärten zu zeigen.

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