Wagner-Festspiele : Wie ich es schaffte, alle Opern in Bayreuth zu sehen

Der ganze Wagner in dreizehn Jahren: Unser Autor hat es ausprobiert, zwischen Corona, Bratwurst und Ölbohrtürmen. Und die Festspiele am Ende kaum noch wiedererkannt. Eine Reise durch einen sehr speziellen Kosmos.
Wenn am kommenden Freitag in Bayreuth die Richard-Wagner-Festspiele beginnen, geht für mich etwas zu Ende. Mit der Eröffnungspremiere hat das allerdings nichts zu tun, umso mehr mit einer schnöden Repertoirevorstellung des „Lohengrin“ zehn Tage später, jener Produktion, für die der Leipziger Maler Neo Rauch mit seiner Frau das Bühnenbild schuf. Dann werde ich im Festspielhaus alle zehn Opern gesehen und gehört haben, die bis jetzt den dortigen Kanon bildeten – rechtzeitig vor dem 150-jährigen Jubiläum der Festspiele im kommenden Jahr, in dem alle zugleich auf die Bühne kommen und der vom Meister selbst verschmähte, frühe „Rienzi“ noch dazu.
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