Bayreuther Festspiele : Smartphones gefährden die Demokratie

Zum ersten Mal wird Richard Wagners Oper „Rienzi“ im Bayreuther Festspielhaus aufgeführt. Die Inszenierung ist ein Plädoyer für ein Social-Media-Verbot in der Politik. Die Sänger sind immens gefordert.
So hat man Richard Wagners frühe, im Jahr 1840 vollendete Oper „Rienzi“ noch nie gehört. „So“ heißt zunächst „hier“: im Bayreuther Festspielhaus, wo das monumentale Drama um den römischen Volkstribun Cola di Rienzo aus dem vierzehnten Jahrhundert nicht zum Kanon der zehn immerfort neu gedeuteten Werke Wagners gehört. Das „hier“ wird zum „so“ allein schon wegen der besonderen Akustik mit dem verdeckten Orchestergraben, die dem Werk mit seiner zuweilen krachenden Tschingderassabum-Orchestration sehr zum Vorteil gerät: Alles wird leiser, samtener, sängerfreundlicher in dieser Orgie aus Aufmärschen und Ansprachen, derentwegen Wagner selbst sein Frühwerk später selbstironisch als „Schreihals“ titulierte.


