Salzburger Festspiele : Souverän wird, wer loslassen kann

Peter Sellars verbindet in Salzburg Musik von Schönberg und Mahler zu einem gelungenen Abend übers Abschiednehmen. Der Gesang von Aušrinė Stundytė und Fleur Barron verleiht dem Riesenraum der Felsenreitschule Intimität.
Der amerikanische Regisseur Peter Sellars ist in den vergangenen Jahren so etwas wie der Unvermeidliche bei den Salzburger Festspielen geworden. Nicht immer zum Segen der Kunst. Wir erinnern uns noch an seine Inszenierung von Mozarts „La clemenza di Tito“ im Jahr 2017, als ihm und dem Dirigenten Teodor Currentzis zu viel Dur in der Oper vorkam und sie deshalb Mozarts c-Moll-Messe ins Stück interpolierten. Das führte bei der zum modernen Flüchtlingsdrama umaktualisierten Geschichte dazu, dass muslimische Kopftuchfrauen auf der Bühne „Christe eleison!“ sangen. Tja, „Halleluja!“, kann man da nur rufen.
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