Salzburger Festspiele : Schlotterbrüste, Dickwänste, Gemächte bei den Salzburger Festspielen

Vieles ist drastisch, auch peinlich an Evegeny Titovs Inszenierung von Péter Eötvös’ Oper „Drei Schwestern“ in Salzburg. Und doch begreift er das Drama der Musik.
Die Weihen des Beifalls sind Péter Eötvös’ Oper „Drei Schwestern“ nach der Uraufführung in Lyon (1998) immer wieder gespendet worden. Kaum eine andere Oper ist so oft und erfolgreich aufgeführt worden. Heute muss und soll jeder Theaterbesucher wissen, dass er an der Aufführung eines „Meisterwerks“ teilhaben wird. Bei der Präsentation für die Salzburger Festspiele hat der Intendant Markus Hinterhäuser dem Publikum angekündigt, in diesem Werk gehe „es nicht um irgendwelche politischen Konstellationen, sondern einfach … um das Leben selber“. Es sei ein Werk, sagte er warnend, „in dem, erschrecken Sie nicht, nichts passiert“. Und mit Blick auf den festivalischen Sinnzusammenhang fügte er raunend hinzu, dass der „Sehnsuchtsort Moskau auf demselben Breitengrad liegt wie Godot“.


