Sky-Serie „Gangs of London“ : Wo allein die Gewalt regiert

In „Gangs of London“ kämpfen Clans um die Vorherrschaft in der Unterwelt. Jedes Mittel ist ihnen recht. In Großbritannien sorgte die Serie für einen Schock und war für Sky ein Publikumserfolg.
Nordwales, hinter der Grenze zu den englischen Midlands: Ein altes Farmhaus im grauen Schiefer der nahen Berge, meilenweit findet sich nichts als schmutziggrüne Hügel, ein Pub, weitverstreute Nachbarn. Unter der Falltür im Boden betreibt Evie (Caroline Lee Johnson) eine Patronenmanufaktur. Schienen führen zum Anleger für besondere Transporte. Alberts (Ioan Hefin) unauffälliges Boot bringt heiße Ware über die Irische See – Menschen, die spurlos verschwinden sollen. Wie Darren Edwards (Aled Ap Steffan), kaum zwanzig, schwitzend, verstört, und Mörder. Darrens Caravansiedlung wurde inzwischen gestürmt, verwüstet, mit fliegenden Propangasflaschen und einem Riesenfeuerball in die Luft gejagt. Das sind Szenen eines Kreuzzugs, der noch lange nicht vorbei ist. Aus dem Gewaltchaos entkommen sind nur ein verletztes Pferd und Darrens schwerverwundeter Vater Kinney (Mark Lewis Jones). Mit Partner Mal (Richard Harrington) will Kinney seinen Sohn in Sicherheit bringen. Überleben ist vorerst eine Frage des Willens, der Waffen und der Allianzen. Als ein weiteres Spezialkommando das Farmhaus stürmt, bricht das Inferno los. Ein Mann verbrennt im offenen Kamin. Sturm und Verteidigung schenken sich genauso wenig wie die direkte Kamera und auf die Gefahrenabwehr zielende Inszenierung dem Zuschauer.





