8,42 Milliarden für die Sender :
Bürger zahlen brav den Rundfunkbeitrag

Von
Oliver Jungen
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Blick in den Regieraum des ARD Hauptstadtstudios
Blick in den Regieraum des ARD HauptstadtstudiosPicture Alliance

Die öffentlich-rechtlichen Sender können sich über Geldmangel nicht beklagen. Der „Beitragsservice“ ist effizient. Es gibt wenige Befreiungen, dafür aber Zwangsanmeldungen, im Namen der „Beitragsgerechtigkeit“.

Mitte Juni ist Murmeltiertag in Köln. Der „Beitragsservice“ von ARD, ZDF und Deutschlandradio stellt dann stets seinen Jahresbericht über die Entwicklung der Einnahmen aus dem Rundfunkbeitrag für das Vorjahr vor. Diese steigen seit fünf Jahren mehr oder weniger stark. Im Jahr 2021 ist es ein starker Anstieg von 3,8 Prozent. Von den 8,422 Milliarden Euro (8,111 Milliarden waren es 2020) erhalten die ARD rund 5,9, das ZDF 2,12 und Deutschlandradio 0,24 Milliarden Euro. 159 Millionen Euro gehen an die Landesmedienanstalten. Der wichtigste Grund für den Anstieg ist die – wie bei der Vorstellung des Berichts betont wurde, „geräuschlos“ umgesetzte – Erhöhung des Beitrags um 86 Cent pro Monat (auf 18,36 Euro) seit August 2021. Dem war eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vorausgegangen, die die Blockade der Erhöhung durch das Land Sachsen-Anhalt als Verstoß gegen die grundgesetzlich festgelegte Rundfunkfreiheit wertete.

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