FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Verpatzte Rückkehr nach Libyen :
Wie sich Bernard-Henri Lévy in Pose setzt

Von
Jürg Altwegg, Genf
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Bernard-Henri Lévy bei seiner Reise nach Libyen. Er hält sie für einen großen Erfolg. Und steht damit ziemlich allein da.
Bernard-Henri Lévy bei seiner Reise nach Libyen. Er hält sie für einen großen Erfolg. Und steht damit ziemlich allein da.Twitter/bhl/Screenshot F.A.Z

Der französische Publizist Bernard-Henri Lévy ist nach Libyen gereist, in das Land, dem er mit dem Krieg gegen Gaddafi den Frieden bringen wollte. Seinen Besuch inszeniert er medial auf groteske Weise.

Echt ja: „Eh oui! Ich bin nach Libyen zurückgekehrt“, triumphierte BHL auf Twitter. 2011 war Bernard-Henri Lévy der Anstifter zum Krieg gegen Gaddafi gewesen. Er hatte den französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy und die amerikanische Außenministerin Clinton zum Angriff animieren können. Der Tod des Tyrannen war der größte Erfolg in der Karriere des „Neuen Philosophen“. Seit einem halben Jahrhundert – und BHLs Bekehrung vom Marxismus und Maoismus zum Antitotalitarismus – ist sie auf den Kampf gegen die Diktatoren als Wiedergängers Hitlers und den Kult um die eigene Person fixiert.

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