Faye Dunaway wird achtzig :
Die weiße Magierin des Bildes

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Man sieht, dass sie denkt, wenn sie spielt: Faye Dunaway in Norman Jewisons Film „Thomas Crown ist nicht zu fassen“ von 1968
Man sieht, dass sie denkt, wenn sie spielt: Faye Dunaway in Norman Jewisons Film „Thomas Crown ist nicht zu fassen“ von 1968Picture-Alliance

Ihre Karriere begann mit einem Film, der Epoche machte. Danach erlebte sie das neue Hollywood in seinen besten Jahren. Ein Porträt der Schauspielerin Faye Dunaway zu ihrem achtzigsten Geburtstag.

Am Anfang von Vittorio de Sicas Film „Amanti“ von 1968 steht Faye Dunaway in einem senfgelben Zweiteiler mit weißem Hut vor der Villa Barbaro in der Nähe von Venedig. Die Palladio-Villa gehört der allein lebenden Modedesignerin Julia, die sie spielt, und so stürmt sie mit großen Schritten die Auffahrt hinauf, läuft dann wie verloren zwischen den Veronese-Fresken von Göttinnen, Adelsdamen in Seidenkleidern und Jünglingen im Jägerkostüm hindurch in ihr Schlafzimmer und sinkt erschöpft auf ein Himmelbett mit blauen Brokatvorhängen. Aber das Ticken der Standuhr lässt sie nicht zur Ruhe kommen. Nach kurzem Zögern steht sie auf, greift in das Gehäuse und hält das Pendel an. Der Zeiger steht still.

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