Video-Filmkritik: „Glass“ :
Wie man scheinbar Unzerstörbares zerbricht

Lesezeit:
AP

Externer Inhalt von Youtube

Um externe Inhalte anzuzeigen, ist Ihre widerrufliche Zustimmung nötig. Dabei können Ihre Daten von Drittplattformen (ggf. USA) verarbeitet werden. Weitere Informationen .

M. Night Shyamalan setzt mit „Glass“ gleich zwei seiner alten Filme auf einmal fort. Die reizvollste Szene des neuen Films hatte in „Unbreakable“ vor neunzehn Jahren keine Verwendung gefunden.

Es war fast genau vor zwei Jahren, kurz vor dem Ende des Films „Split“ von M. Night Shyamalan, da erklang im Kinosaal eine bekannte Melodie. Das war umso bemerkenswerter, als zuvor kaum etwas Vertrautes zu sehen gewesen war. Shyamalan, eigentlich bekannt als Meister des Twists, einer Handlungswendung, die alles Vorhergehende auf den Kopf stellt – oder noch besser: erst auf die Füße –, hatte diesmal einen braven Psychothriller abgeliefert, der mit James McAvoy einen großen Star in der Hauptrolle eines an Persönlichkeitsspaltung leidenden Mädchenentführers zeigte, aber keine einzige originelle Story- oder Inszenierungsidee, nur die für Psychothriller üblichen dunklen Kellerkulissen. Immerhin sollten sie unter dem Zoo von Philadelphia angesiedelt sein, also in Shyamalans Heimatstadt, die schon den Schauplatz für dessen frühe Meisterwerke „The Sixth Sense“ (1999) und „Unbreakable“ (2000) abgegeben hatte. Und als wäre diese fürs Geschehen von „Split“ ganz belanglose Reminiszenz an die Jungstar-Zeiten des 1970 geborenen Regisseurs nicht genug, führte die Schlussszene in eine Bar, deren Besucher sich durch den zuvor entkommenen Entführer an einen anderen Psychopathen erinnert fühlen, der vor fünfzehn Jahren sein Unwesen in ihrer Stadt trieb. Als dann ein älterer Herr am Tresen dessen Namen nennt, erklingt die Titelmelodie“ von „Unbreakable“ – als unüberhörbarer Hinweis auf etwas nun doch noch Unheimliches, nämlich eine Fortsetzung, die beide Filmstoffe zusammenführen würde.

FAZ

Ohne Abo weiterlesen

Dies ist kein Abo. Ihre Registrierung ist komplett kostenlos, ohne versteckte Kosten.
Oder 3 Monate für 1 € pro Monat Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen erhalten und immer aktuell informiert bleiben.
Empfehlungen
Zur Palette wird hier der Hut: Gabriele Münters Bildnis Marianne von Werefkins
FAZ+Blaue Reiterinnen:
Wie konnte man diese Frauen vergessen?

Über 140 Werke von 12 Künstlerinnen hat die Wiesbadener Schau „Die Blauen Reiterinnen“ zusammengetragen. Erstmals werden sie gemeinsam gezeigt und beweisen das Unrecht der „Ausradierung“ aus dem Kanon der Kunstgeschichte.

Paula Jänig
Stellenmarkt
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Stellenmarkt
Zum Stellenmarkt
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Stellenmarkt
Zum Stellenmarkt
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Stellenmarkt
Ergotherapeut (m/w/d)
Dr. Becker Klinik Juliana
Zum Stellenmarkt
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Stellenmarkt
Leitung Strategische Kommunikation (m/w/d)
Zweirad-Industrie-Verband e.V.
Zum Stellenmarkt