Im Kino : Straight outta Frauenfeindlichkeit

Die Rapper Dr. Dre und Ice Cube haben es geschafft – und darüber einen Film gemacht. Mit der Haltung in „Straight outta Compton“ stimmt etwas nicht, aber das ist genau richtig so.
Zunächst: Der Film „Straight outta Compton“ (Regisseur F. Gary Gray, „The Italian Job“, zum Beispiel) ist ziemlich normal. Normal gut erzählt, keine Experimente, bisschen ausgefranst am Ende. Was er aber erzählt, ist insofern nicht normal, als es nicht die Regel ist. Mitte der achtziger Jahre wachsen ein paar schwarze Jungs mit absolut beschissener Perspektive im kalifornischen Compton auf, was damals wie heute in etwa das Gleiche bedeutet. Denn das von Hollywood etwa 22 Meilen entfernte Compton gilt noch immer als eine der gefährlichsten Städte Amerikas, insbesondere für Schwarze, denn sie werden dort geboren, kommen meistens nicht mehr raus und haben gute Chancen, Gangmitglied, erschossen und/oder drogenabhängig zu werden. Den Jungs aber gelingt die „Mission Impossible“ (so nennt der Rapper Kendrick Lamar, ebenfalls aus Compton, den Versuch, der Stadt zu entkommen). Es gelingt den Jungs also, und zwar indem sie von dem Leben in Compton erzählen, das heißt rappen. Mit ihrer Crew N.W.A werden sie zu Legenden, drei der ehemals fünf Jungs sind heute Berühmtheiten (Dr. Dre, Eazy-E und Ice Cube), und mindestens einer von ihnen ist schwer reich (Dre).





