„Big Eyes“ im Kino : Diese Kunst braucht keine Theorie, sondern Liebe

Sie malt die Bilder und er verkauft sie: In „Big Eyes“ geht es um Emanzipation, Kunst und Konsum. Tim Burtons neuer Film ist ein Fest der Ausstattung, und Christoph Waltz stiehlt Amy Adams die Show. Tut das dem Film gut?
Mit der naiven Kunst ist das so eine Sache. Sie lässt sich nur von außen als solche begreifen, an sich handelt es sich um genuine Äußerungen, in die erst der Betrieb der Interpretationen ein Selbstmissverständnis einführt. Die Malerin Margaret Keane gibt dafür ein gutes Beispiel ab. Große Augen sind ihr Markenzeichen. Die Kunstkritiker haben Keanes Arbeit kaum ernst genommen, dafür ist sie beim Publikum sehr beliebt. Aber um diese Diskrepanz geht es Tim Burton in seinem Film „Big Eyes“ nur am Rande.





