Frankreichs Medien : So spielt Paris mit der Presse Monopoly

Frankreichs nächster Präsident wird erst 2017 gewählt. Doch schon jetzt werden die Medien darauf eingestellt: Reiche Freunde von Nicolas Sarkozy kaufen Sender, François Hollandes Leute gründen welche.
Es gibt in Frankreich drei private Nachrichtensender: BFM-TV, i-Télé und LCI. Nach wirtschaftlichen Kriterien ist das einer zu viel. Doch jetzt will ihnen auch noch der Staat die Zuschauer streitig machen. Als „Stimme Frankreichs“ betreibt er den internationalen Sender France24, der auch im eigenen Land zu empfangen ist. Gleichwohl hat Delphine Ernotte, die Intendantin von France Télévision, ein neues Nachrichtenprogramm trotz Sparzwang zur Priorität erklärt – Sendebeginn: 2016. Das Projekt ist ein Auftrag ihrer politischen Schirmherren: 2017 findet die Präsidentschaftswahl statt, und die Linke fürchtet nicht ohne Grund, dass BFM-TV, i-Télé und LCI gegen Hollande Stimmung machen könnten.





