Ein leibhaftiger Münchhausen : Wer reitet so spät auf der Kanonenkugel?

Jan Josef Liefers gibt für die ARD den „Baron Münchhausen“. Mit großem Aufwand soll eine glaubwürdige Lügengeschichte entstehen - ein Besuch an vielen Drehorten.
Die Burganlage galt als uneinnehmbar. Die 1051 Meter lange hochmittelalterliche Wehranlage über dem niederbayerischen Burghausen hat noch jedem Gegner getrotzt. Jetzt hausen Piraten in einem ihrer sechs Burghöfe. Ein bunter Papagei schaut schräg auf die finsteren Gestalten und ein in den Abendhimmel weisendes Kanonenrohr. Im Verlies dahinter glänzt ein Berg goldener Münzen. Regisseur Andreas Linke greift tief hinein und verschenkt großzügig Golddukaten. „Sind nur Schokoladentaler“, sagt er. Das Szenario aber, das aus der mittelalterlichen Burg ein obskures Piratennest macht, ist stimmig.





