Schönheitsideale :
Muskelmänner

Julia Bähr
Ein Kommentar von Julia Bähr
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Palästinensische Bodybuilder lassen im September 2019 beim Bodybuilding- und Fitness-Wettbewerbs ihre Muskeln spielen.
Palästinensische Bodybuilder lassen im September 2019 beim Bodybuilding- und Fitness-Wettbewerbs ihre Muskeln spielen.dpa

Unter der Schreckensherrschaft des Magazins „Men’s Health“ sind Männer viel unzufriedener mit ihrem Körper als in Uganda oder Nicaragua. Das sollte ihnen zu denken geben.

Natürlich können Menschen auf alle nur erdenklichen Arten gut aussehen. Trotzdem ähneln die Menschen auf Zeitschriftencovern einander frappierend – und das gilt nicht nur für Frauen. Muskeln scheinen für Männer verpflichtend zu sein nach diesem medialen Schönheitsideal, je sichtbarer sie sind, desto besser. Deshalb verwundert es nicht, dass viele Männer im Fitnessstudio schwitzend Muskelberge aufbauen, die in erster Linie eine dekorative Funktion haben, weil sie weder für die Rückengesundheit nötig sind noch für den Schreibtischjob. Wer solche Muskeln nicht hat, der weiß doch jederzeit, dass er sie eigentlich haben müsste, um die Schönheitsnorm zu erfüllen, und rettet sich mit Humor über den eigenen Bierbauch oder indem er sein T-Shirt im Zweifelsfall anlässt. Aber wird denn wirklich niemand davon verschont?

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