Kulturschutz in Spanien :
Das Auge des Staats

Von
Clementine Kügler, Madrid
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Der Fall Botín demonstriert derzeit eindrucksvoll: Spanien schützt wertvolles Kulturgut mit starker Hand. Und es gibt noch mehr Beispiele.

Fischer ziehen ihr Holzboot in der Abendsonne an Land. Schwerstarbeit, in die fröhlichen Farben des Mittelmeers getaucht. Joaquín Sorollas Ölgemälde „Feierabend“ aus dem Jahr 1900 befindet sich bis heute im Besitz der Erben des Künstlers in Madrid – und wird dort vermutlich auch bleiben. Denn der Staat hat ein Exportverbot verhängt und damit die Pläne der Familie, das Bild für fünf Millionen Euro im Ausland zu verkaufen, vereitelt. Es darf Spanien nicht verlassen. So entschied das Oberlandesgericht in Madrid und folgte damit dem Wunsch des Kulturministeriums.

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