Künstler in Kasachstan : Mit Pelzmützenräubern im Salon

Kasachische Künstler setzen sich kritisch mit der Vergangenheit und der Gegenwart ihres Landes auseinander. Die Galerie TSE in der Hauptstadt Astana stellt aktuelle Werke aus - auch im Luxushotel.
Kasachstan gilt als die führende Kunstnation in Zentralasien, seine Galerieszene steckt jedoch noch in den Anfängen. Pionierarbeit leistet in der Hauptstadt Astana die Galerie TSE – benannt nach dem früheren Flughafencode der Stadt, die bis 1991 Zelinograd hieß –, die 2018 von der Kuratorin Dina Baitassowa gegründet wurde und sowohl im historischen als auch im futuristischen Teil der Metropole Schauräume betreibt. In der Altstadt – das ist der Teil von Astana, der in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erbaut wurde – liegt das gemütliche, dank bodentiefer Bogenfenster lichtdurchflutete Hauptquartier, dessen Schau einen Eindruck vermittelt, was die kasachische Gegenwartskunst umtreibt, deren Schöpfer freilich überwiegend in der früheren Kapitale Almaty leben, die Kulturhauptstadt des Landes geblieben ist.


