Galerie Thomas Salis : Ende und Neubeginn

In Salzburg gehört die Galerie Thomas Salis seit Jahrzehnten zu den ersten Adressen für Kunst des 20. Jahrhunderts. Nun schließt sie ihre Tore, doch Salis hat schon neue Pläne.
Thomas Salis meldet die Schließung seiner Galerie in Salzburg: 50 Jahre im Kunsthandel und den jüngst begangenen 75. Geburtstag markieren für ihn den richtigen Zeitpunkt, um kürzerzutreten. Für die Festspielstadt, in der die Galerie eine erstklassige Adresse für Kunst des 20. Jahrhunderts abgab, ist das ein zweifellos ein Verlust. Mit ihren Schwerpunkten auf Werken der klassischen Moderne aus Deutschland und Frankreich trat die Galerie Thomas Salis seit Gründung der TEFAF-Messe regelmäßig in Maastricht an. Auch die Münchner Highlights-Messe konnte auf sie als Aussteller zählen.
Die großartige Schau „Der zweite Blick“, die je ein Gemälde und ein plastisches Werk aus unterschiedlichsten Epochen und Kulturkreisen miteinander kommunizieren ließ, war im vergangenen Festspielsommer also die letzte Ausstellung von in den zurückliegenden Jahren nurmehr sporadisch in Salzburg präsentierten Schauen. Rückblickend hat sie Thomas Salis mit der Kombination aus Expertise und Netzwerk auch für seine neue Aufgabe empfohlen. Vom Kunstbetrieb zurückziehen wird er sich nicht, sondern vielmehr sein Wissen und seine Beziehungen als Kunstberater einsetzen.





