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„Mir fällt immer etwas Neues ein“ -  Hubertus Hierl mit seiner Leica M3 in seinem Haus in Landshut
„Mir fällt immer etwas Neues ein“ -  Hubertus Hierl mit seiner Leica M3 in seinem Haus in LandshutThomas Dashuber

Fotografie ist die Kunst des richtigen Augenblicks: Hubertus Hierl ist als junger Mann mit Porträts von Picasso bekannt geworden. Warum er seine Leidenschaft dennoch nicht zum Beruf gemacht hat.

Sonntag, 7. August 1966, später Nach­mittag im südfranzösischen Fréjus. In der Arena ist Stierkampf, einer der Besucher ist ein sechsundzwanzigjähriger Volksschullehrer aus Regensburg. Weil er zwei Leicas umhängen hat, hat man ihm am Eingang eine Pressekarte spendiert, die ihm Zutritt zu dem Gang zwischen Ma­nege und Tribüne gewährt. Unter den Zuschauern der berühmteste Maler der Welt, Pablo Picasso. Strohhut, dunkles Hemd mit filigranen Mustern, seine Frau Jacqueline Roque zu seiner Linken. Hubertus Hierl, so heißt der junge Mann, spricht ­weder Französisch noch Spanisch, er verständigt sich in Zeichensprache mit Picasso, ob er in fotografieren dürfe. Er darf.

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