Rekordpreis für Liebermann : Aus Gurlitts Bestand

Das erste Werk aus der Sammlung Gurlitt wurde bei Sotheby’s zum Rekordpreis versteigert. Max Liebermanns „Zwei Reiter am Strand“ war vorher an den rechtmäßigen Besitzer restituiert worden.
Im Londoner Auktionshaus Sotheby’s ist im Rahmen der Auktion mit Kunst des Impressionismus und der Klassischen Moderne ein Werk aus dem Kunstfund der Sammlung Cornelius Gurlitt versteigert worden. Max Liebermanns „Zwei Reiter am Strand nach links“ war zuvor erfolgreich an den rechtmäßigen Besitzer David Toren restituiert worden, den Großneffen und einzig überlebenden Erben des ursprünglichen Eigentümers David Friedman (1857 bis 1942). Der passionierte Kunstsammler aus Breslau hatte das Werk 1901 erworben.
Das Bild – eines der ersten großformatigen Ölgemälde Liebermanns, das Reiter und Pferde zum Sujet hat – war später von den Nationalsozialisten beschlagnahmt und von Cornelius Gurlitts Vater übernommen worden. „Es hat mich zutiefst berührt, die Umstände, unter welchen das Gemälde gereist ist, nochmals zu erzählen“, erklärte Toren im Rahmen der Auktion. Das Werk werde nun „eine bleibende Anziehungskraft auf die meinem Großonkel nachfolgenden Generationen ausüben“ können. Bei der Auktion wurde der Schätzpreis von 480.000 bis 750.000 Pfund deutlich überboten. Nach einem Gefecht zwischen Bietern am Telefon und im Saal ging das Gemälde bei 1,865 Millionen Pfund inklusive Aufgeld, umgerechnet also mehr als 2,6 Millionen Euro, an einen Käufer am Telefon.





