„Black & White“ in Düsseldorf :
Elefantengrau ist auch eine schöne Farbe

Von
Iris Brahms
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Wie reizvoll Verzicht in der Malerei sein kann: Eine Ausstellung im Düsseldorfer Museum Kunstpalast öffnet die Augen für den Wert des Farblosen.

Lenkt Farbe vom Eigentlichen ab? Bestimmt Farbe unsere Gewohnheiten und unser Denken? Ist sie überhaupt wegzudenken? Diese Fragen stellen sich nicht erst Farbwissenschaftler aus Biologie und Philosophie in jüngerer Zeit. Sie lassen sich bereits bis in die Antike zurückverfolgen, wenn in der Naturgeschichte des Plinius die überschwängliche Verwendung kostbarer Pigmente für die Malerei scharf kritisiert wird. Bemerkenswerte Hochachtung hingegen findet darin die sogenannte einfarbige Malerei (monochromata), deren sich die herausragendsten Meister wie etwa Zeuxis bedienten. Künstler also können seit alters ihre Sichtweise verändern und die Welt von der Farbe abstrahieren. Wozu nur dieses komplexe Prozedere? Dieser herausfordernden Frage widmet sich eine Ausstellung im Düsseldorfer Kunstpalast, die in enger Kooperation mit der National Gallery in London entstanden ist. Und sie gibt in ihrer über sieben Jahrhunderte bis zur aktuellsten Gegenwart gespannten Auffächerung von Kunstwerken verschiedenster Gattungen viele Antworten darauf.

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