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Architektur und Ökologie : Gestaltet das Bauen!

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Müssen erst noch zusammenfinden: die Umwelt, der Mensch und seine Bausünden. Das Haus der Statistik in Berlin-Mitte, aufgenommen im Oktober 2019. Bild: Stefan Boness/Ipon

Richtig streiten über die gebaute Umwelt: Warum Architektur und Ökologie endlich zusammenfinden müssen. Ein Gastbeitrag.

          6 Min.

          Im Jahr 2015 erschien in Deutschland eine viel diskutierte Streitschrift mit dem provozierenden Titel „Verbietet das Bauen“. Ihr Autor, der Architekturpublizist Daniel Furhop, listete darin fünfzig Maßnahmen auf, die den flächen- und ressourcenzehrenden sowie infrastrukturintensiven Wohnungsneubau weitgehend überflüssig machen sollen. Sein Credo: Schluss mit Abriss, Leerstand und Spekulation, Unterstützung von Umzug, Umbau, Umnutzung, Umdeutung, Förderung gemeinschaftlicher Wohnformen und Schaffung einladender öffentlicher Räume.

          Schon drei Jahre zuvor hatte sich der deutsche Pavillon auf der Architekturbiennale in Venedig unter dem Titel „Reduce, Reuse, Recycle“ des gleichen Themas angenommen. Es gelte, so das Programm, eine „grundsätzlich affirmative Haltung zum Vorhandenen“ einzunehmen und den gewachsenen Gebäudebestand nicht nur als physische und kulturelle, sondern auch als energetische und soziale Gestaltungsressource aufzufassen.

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