FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Neuer Film von Alex Garland :
Die Sprache der Waffen

Von
Bert Rebhandl
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Kirsten Dunst (rechts) und Cailee Spaeny: in Alex Garlands Film „Civil War“
Kirsten Dunst (rechts) und Cailee Spaeny: in Alex Garlands Film „Civil War“DCM

Ein Bild, das schon belichtet, aber noch nicht entwickelt ist: Alex Garland entwirft in seinem politischen Abenteuerfilm „Civil War“ ein Amerika im Bürgerkrieg.

Über den Bürgerkrieg in den Vereinigten Staaten im 19. Jahrhundert wissen viele Menschen einigermaßen Bescheid. Gettysburg, Abraham Lincoln, Sklaverei, Flagge der Konföderation – damit sind ein paar Koordinaten benannt. Für so manche ist der Bürgerkrieg ein Hobby, sie bezeichnen sich als „Civil War buffs“ und lesen alles, was sie darüber in die Finger kriegen können. Andere werfen sich gelegentlich in alte Uniformen und stellen eine Schlacht nach, die bei ihnen in der Nachbarschaft stattfand. Der Bürgerkrieg ist ein Erinnerungsort, an dem sich die Vereinigten Staaten vergewissern können, dass sie vereinigt bleiben wollen, trotz aller radikalen Polarisierung, von der das politische Leben geprägt ist. Der Bürgerkrieg ist auch ein Menetekel: Er erinnert daran, dass die staatliche Ordnung aus Gewalt entstand und sich mit Gewalt behaupten musste. Seit dem Sturm auf das Kapitol am 6. Januar 2021 ist das Szenario eines kriegerischen Zerfalls der Union wieder ein wenig realistischer geworden. Doch wie könnte ein neuer „Civil War“ tatsächlich aussehen? Darüber macht sich der britische Regisseur Alex Garland in seinem neuen Film Gedanken.

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