Krasnojarsk in Sibirien : Eine russisch-amerikanische Liebe

In Sibirien endete eine Liebesgeschichte, die die russischen Herzen seit Jahrhunderten bewegt – und inzwischen sogar Stoff für eine Rock-Oper bietet.
Die sibirische Stadt Krasnojarsk ist zugleich stolz und traurig darüber, dass eine geostrategische russisch-amerikanische Liebesgeschichte hier endete. Am ehemaligen Lenin-Museum erhebt sich die Statue von Nikolai Resanow (1764 bis 1807), jenem Weltumsegler und Diplomaten, der um die Wende vom achtzehnten zum neunzehnten Jahrhundert die russisch-amerikanische Handelskompanie leitete. Resanow steht für die heroische Phase der russischen Kolonisierung der nordwestamerikanischen Küste. Der Spross eines armen Petersburger Adelsgeschlechts kam mit dreißig Jahren auf einer Inspektionsmission ins ostsibirische Irkutsk, um die Geschäfte des „russischen Kolumbus“ Grigori Schelichow, aus dessen florierendem Pelzjägernetzwerk die russisch-amerikanische Kompanie hervorging, zu inspizieren. Klug verliebte sich Resanow in Schelichows fünfzehn Jahre alte Tochter und wurde durch eine harmonische Ehe zum glücklichen Kompagnon und Erben seines Schwiegervaters. Doch nach dem zweiten Kind starb die junge Frau.






