Ausladung Lahav Shanis : Eine Schande für Europa

Das Flandern-Festival für Musik in Gent lädt die Münchner Philharmoniker aus, weil sie von einem Israeli dirigiert werden. Die Begründung ist ein Dokument der Niedertracht und kommt der Sichtweise der Hamas auf Israel nahe.
So, es gibt also keinen israelbezogenen Antisemitismus? Der Begriff sei vielmehr eine Erfindung, um Kritik an der Regierung Netanjahu zu stigmatisieren? Erfunden wurde er darüber hinaus, um Kritik am Zionismus – dem Anspruch auf einen jüdischen Nationalstaat – zu skandalisieren? Hinter dem 2024 von vier Fraktionen (nicht von der Linken und nicht von der AfD) im Bundestag eingebrachten Antrag auf die Resolution „Nie wieder ist jetzt“ steckte demgemäß eine Lobby, die eine „ethnonationalistische Vision von Groß-Israel“ verfolgt und deshalb „Israelkritik“ unterbinden will? So durfte man zuletzt einen großen Chor intellektueller, wissenschaftlicher, publizistischer und künstlerischer Stimmen verstehen. Für ihn gibt es Antisemitismus von rechts, und es gibt Israelkritik. Israelbezogenen Antisemitismus hingegen, den gebe es nicht.
Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen (Originalpreis: 13,80 €) jetzt nur 0,99 €
Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen (Originalpreis: 13,80 €) jetzt nur 0,99 €
- Mit einem Klick online kündbar






