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Feminismus und Transgender : Die Musealisierung der Frau

Der Kampf für Frauenrechte braucht ein Subjekt: Protestaktion von Terre des Femmes vor dem Brandenburger Tor in Berlin Bild: Imago

Die Transgender-Bewegung spaltet die Frauenorganisation Terre des Femmes. Wie soll man für Frauenrechte kämpfen, wenn es keine Frauen mehr geben soll?

          2 Min.

          Seit nicht mehr nur Bücher, sondern auch Menschen „gelesen“ werden, ist auch im Freibad nichts mehr wie zuvor. Ein parteiübergreifender Zusammenschluss im Münchner Stadtrat hat den Antrag gestellt, dass weiblich gelesene Personen oben ohne schwimmen dürfen. Das wirkt recht traditionell. Denn wenn, was bald Gesetz werden soll, allein der Wunsch das Geschlecht definieren soll, dann wäre eine weibliche Brust ohnehin erst dann ein Zeichen von Weiblichkeit, wenn ihre Besitzerin das so definiert, und die allgemeine Pflicht zur Bedeckung gar nicht zu rechtfertigen.

          Thomas Thiel
          Redakteur im Feuilleton.

          In derselben Stadt München wollen der Statistik zufolge achtmal mehr Mädchen ein Junge sein als umgekehrt. Das neue Selbstbestimmungsgesetz, das die Ampelregierung noch in diesem Jahr beschließen will, kommt diesem Wunsch weit entgegen. Jedes Jahr soll man das Geschlecht wechseln können, ohne dass sich am Körper etwas ändern muss. Den medizinischen Teil hat man aus dem Entwurf herausgenommen und damit die strittigste Frage umkurvt, nämlich die, von welchem Alter an operativ und medikamentös in den Körper von Kindern und Jugendlichen eingegriffen werden darf.

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