Theoderich der Große : Er war der letzte König der Antike

Theoderich der Große gründete ein Reich in Italien, das auf Arbeitsteilung basierte: Seine Goten waren für militärische, die Römer für zivile Dinge zuständig. Doch sein Königtum überlebte ihn nicht lange.
Im Frühsommer des Jahres 500 nach Christus hielt der Gotenkönig seinen Einzug in Rom: nicht als Eroberer, sondern als legitimer Monarch. Offiziell kam Theoderich in die frühere Hauptstadt des Imperiums, um sein dreißigjähriges Thronjubiläum als Herrscher seines Volkes zu feiern, mit dem er im Jahr 489 nach Italien gezogen war. Mindestens ebenso wichtig aber war ein machtpolitisches Motiv: Er musste sich den Römern, die er nun seit sieben Jahren von Ravenna aus regierte, am Ursprungsort ihres einstigen Weltreichs zeigen, um seine Herrschaft endgültig zu befestigen.


