Beutekunst aus Kamerun : Deutsche Botschaft verweigert Forschern aus Kamerun die Visa

Struktureller Rassismus? Ein Münchner Museum lädt Provenienzforscher aus Kamerun ein, aber die deutsche Botschaft lehnt die Visumsanträge ab. Die Empörung ist groß.
„Die deutsch-kamerunischen Beziehungen sind gut und werden im Rahmen von regelmäßigen Kontakten auf Regierungs- und Parlamentsebene gepflegt.“ So steht es auf der Homepage des Auswärtigen Amtes. Am Ende des Artikels über das Verhältnis zwischen der ehemaligen Kolonialmacht Deutschland und dem ehemaligen „Schutzgebiet“ Kamerun folgt der ein wenig seltsam anmutende Hinweis, eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben könne nicht übernommen werden. Doch die ministerielle Vorsicht scheint nicht einmal übertrieben, denn zur Zeit knirscht es heftig im diplomatischen Gebälk: Die Deutsche Botschaft in Jaunde sieht sich mit dem Vorwurf des „strukturellen Rassismus“ konfrontiert.





