FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Debatte um BDS-Bewegung :
Wechselseitige Verdächtigungen

Von
Doron Rabinovici
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Koschere Produkte in einem Berliner Supermarkt.
Koschere Produkte in einem Berliner Supermarkt.© epd-bild / Rolf Zöllner

Das Plädoyer der „Initiative GG 5.3 Weltoffenheit“ hat recht damit, dass es kulturelle Freiheiten zu verteidigen gilt. Das geht aber sicher nicht im Einklang mit der BDS-Bewegung. Ein Gastbeitrag.

Bei manchen Themen fällt es in Deutschland schwer, zurückhaltend und ausgewogen zu bleiben. Alle Seiten sind um Maßlosigkeit bemüht, denn die Debatte rührt an den Kern des gesellschaftlichen Selbstverständnisses nach 1945. Die Rede ist nicht von Lohnkämpfen und nicht von einem neuen Lockdown. Es geht nicht um Innenpolitik, sondern vielmehr um den Umgang mit dem Staat Israel. In einem offenen Brief fordern über tausend Intellektuelle und Persönlichkeiten aus Kunst und Wissenschaft die Rücknahme des Bundestagsbeschlusses gegen die BDS-Bewegung, die dazu aufruft, das ganze Land Israel und alle jüdischen Israelis zu boykottieren.

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