Salzburger Festspiele : Tagtraumbilder ohne Mimesis

Mit Individualität soll man es nicht übertreiben: Die Performance-Gruppe 600 Highwaymen inszeniert Horváths „Kasimir und Karoline“ bei den Salzburger Festspielen als lebendes Tableau.
„Kasimir und Karoline“. Das könnte in einen Baumstamm oder eine Klotür eingeritzt sein und steht über einem 1932 uraufgeführten „Volksstück“ von Ödön von Horváth, das auf einem Volksfest spielt, einem der größten der Welt: dem Oktoberfest in München. Kasimir und Karoline sind zwei junge Festbesucher, die zusammen kommen, aber nicht zusammenbleiben. Am Anfang sind sie ein Paar, am Ende nicht mehr. Es ist eine alte Geschichte. In der Salzburger Festspielproduktion der 600 Highwaymen aus New York wird die Geschichte im Wortsinn erzählt: Sie wird mit epischen Mitteln auf die Bühne des Großen Studios der Universität Mozarteum gebracht.





