KI im Musikgeschäft : Boomy ist nicht das Problem

Mit Künstlicher Intelligenz macht sich die Musik selbst Konkurrenz. Ein Ersatz für Kreativität ist sie bisher nicht. Aber die Urheber von Hintergrundmusik fürs Fernsehen, Werbeclips oder Soziale Medien sollten sich warm anziehen.
„Künstliche Intelligenz wird niemals menschliche Kreativität ersetzen, denn ihr wird immer dieser unentbehrliche Funken fehlen, der es den talentiertesten Künstlern ermöglicht, ihre besten Werke zu erschaffen – die Intention.“ Das sagt Lucian Grainge, Chef des weltgrößten Musikkonzerns Universal Music, und ist Teil eines Beitrages im Blog von Youtube, in dem Musik- und Tech-Konzerne erklären, gemeinsam an KI-Tools rund um Musik arbeiten zu wollen. Die Partnerschaft ist ein Beispiel von vielen für die zweigleisige KI-Strategie der Musikindustrie. Natürlich pocht sie vehement auf den Schutz und die Durchsetzung von Urheber- und Persönlichkeitsrecht. Aber gleichzeitig gibt es kaum eine Wortmeldung eines Musikunternehmens oder einer Verwertungsgesellschaft ohne den Hinweis auf Chancen, neue Möglichkeiten für Musiker und potentielle Geschäftsmodelle durch den Einsatz von KI. Klare Regeln ja, aber bloß nicht als purer Blockierer dastehen, lautet die Devise.
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