Adenauer und Merz : Am Ende der großen deutschen Glückssträhne

Adenauers Albträume, aktualisiert: Nur der erste Bundeskanzler stand vor derart großen Herausforderungen wie Friedrich Merz. Drei neue Biographien, vor allem aber ein 21 Jahre altes Meisterwerk helfen bei der Einordnung.
Es war nicht die Woche des Friedrich Merz, wieder einmal. Gleich zwei schwere Schlappen setzte es am Freitag, erst in Brüssel, wo der Kanzler nicht mit seiner Idee durchdrang, in Belgien lagernde Guthaben der russischen Zentralbank für die Ukraine zu verwenden, sondern stattdessen Eurobonds zustimmen musste. Dass am gleichen Tag der Kandidat des Kanzlers für den Topjob bei der Konrad-Adenauer-Stiftung unterlag, entbehrte zudem nicht der Ironie: Hatte Merz doch erst vor ein paar Wochen im Interview mit der F.A.S. gesagt, der erste Kanzler der Bundesrepublik habe es einfacher gehabt als er selbst, schließlich habe nach den Verwüstungen des Krieges ein weißes Blatt vor der Politik gelegen. Und mit Veränderungen hätten die Menschen damals Hoffnungen verbunden, die sich fast immer erfüllt hätten.
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