Naturschutzpolitik : Wie die amerikanische Rechte gegen den Umweltschutz mobil macht

Widerstand hat nie lange auf sich warten lassen: Ella Müller zeigt, warum die Sorge um die Natur in den USA zu einem wichtigen Feld politischer Auseinandersetzung geworden ist.
Das Wahljahr 2016 war gerade einmal zwei Tage alt, da machten sich Journalisten aus ganz Amerika auf nach Harney County in Oregon, für die erste große Geschichte des Jahres: Ammon Bundy, ein rechter Aktivist, hatte ein paar Hundert Menschen so weit aufgestachelt, dass einige von ihnen das Hauptquartier eines Naturschutzgebietes besetzten. Erst vierzig Tage später gaben die letzten bewaffneten Störer auf, unter den selbst ernannten „Milizen“ waren Rechtsradikale ebenso wie Menschen, die jegliche Naturschutzauflagen als staatlichen Eingriff in ihre Freiheit als Jäger oder Farmer ansahen. Die Historikerin Ella Müller erinnert in einem neuen Buch, das auf ihrer Dissertation basiert, an diesen „standoff“, weil er für die Entwicklung steht, die sie beschreibt: die Radikalisierung der Republikaner auch im Kampf gegen den Natur- und Klimaschutz.
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