PEN-Literatur-Festival : Schreiben, um das Leben zu ertragen

Wo Politik zum guten Ton gehört und Herta Müller ihre verspätete amerikanische Ehrenrunde beginnt: Das New Yorker PEN-Festival unterstützt literarische Offenheit.
Eine ganz einfache Frage. Was, will der schreibende Gast von seinem schreibenden Gastgeber plötzlich wissen, wäre er bereit, für seine Arbeit aufs Spiel zu setzen? Dem Gastgeber Mike Daisey, einem amerikanischen Bühnenmonologisten, der die unmenschlichen Produktionsbedingungen der Wundergeräte der Firma Apple angeprangert hatte und dabei mit seiner Verquickung von Fakt und Fiktion in die Kritik geraten war, verschlägt es kurz die Sprache. Er murmelt schließlich: „meinen Ruf“. Worauf der Gast, der iranische Schriftsteller Mahmoud Dowlatabadi, sagt: „Bei uns war es der Tod.“





