Esther Kinskys Roman „Am Fluß“ : Räbinnenschnäbel und andere famose Worte

Mit diesem Buch steht sie auf der Longlist des Deutschen Buchpreises: Esther Kinskys Roman „Am Fluß“ etabliert mit einem Schlag nicht nur eine neue Sprache, sondern auch ein altes Genre.
Dort, hinter dem Fluss, lag ein Erlenhain, ein halbwilder Ort, „wo sich an kalten Tagen der Nebel ballte, der ganze Hain wollte Anwärter auf Erlkönigtum und Verwunschenheit sein, doch in Wildnis geschulte Parkarbeiter hatten hier Abholzübungen durchgeführt“. Ein Picknickplatz wurde begonnen, dann aufgegeben, Schwäne glitten durchs Dämmerlicht am nordöstlichsten Zipfel Londons, dort, wo fromme Juden ihre Siedlungen behaupteten und halbverwildertes Marschland entlang des River Lea, der einige Kilometer weiter in die Themse mündet, zu langen Spaziergängen einlud, ohne Ziel oder Bestimmung, wie es schien.





