Historiker Norbert Frei : Vergangenheitspolitik, die nicht vergehen will

Wachsam, fair und streng wendet er sich gegen jede Apologetik, auch wenn die Bundespräsidenten höchstselbst die zeithistorische Forschung nicht zur Kenntnis nehmen: Zum siebzigsten Geburtstag von Norbert Frei.
Wenn Institutionen der Bundesrepublik untersuchen lassen, was Aufarbeitung der Vergangenheit in ihrer Arbeit bedeutete, kommt regelmäßig das Institut für Zeitgeschichte (IfZ) in München zum Zuge, das im selben Jahr wie die Bundesrepublik gegründet wurde und bis 1952 Deutsches Institut für Geschichte der nationalsozialistischen Zeit hieß. Den Auftrag für das von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier 2019 ausgeschriebene Forschungsvorhaben „Das Bundespräsidialamt und der Nationalsozialismus“ sicherte sich hingegen in einem zweistufigen Auswahlverfahren ein Team des Jena Center Geschichte des 20. Jahrhunderts unter Leitung von Norbert Frei. Die Ergebnisse präsentiert Freis Buch „Im Namen der Deutschen“, das 2023 bei Beck erschienen ist.


