FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Rebecca Solnit im Interview :
„Orwell rümpfte die Nase über die Striktheit der Linken“

Von
Caroline O. Jebens
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Rebecca Solnit sitzt in Hazlitt’s Hotel, London für ein Porträt. Aufgenommen im Juni 2022.
Rebecca Solnit sitzt in Hazlitt’s Hotel, London für ein Porträt. Aufgenommen im Juni 2022.Lucas Bäuml

George Orwells Rosen, Stalins Zitronen und warum die Liebe zu Blumen kein Regime stürzt, aber subversiv sein kann: Die Schriftstellerin Rebecca Solnit im Gespräch.

Die amerikanische Autorin Rebecca Solnit blickt nicht optimistisch auf die Welt. Ja, vieles hat sich verbessert, für Frauen, für Minderheiten. Aber vieles eben auch nicht: Grundrechte fehlen, die Umwelt wird weiter zerstört, Internetgiganten werden immer mächtiger. Dagegen schrieb und schreibt sie an, erst als Journalistin, dann als Essayistin. Heute ist sie eine prägende Intellektuelle in den Vereinigten Staaten. Berühmt wurde sie 2008 für einen Begriff, den sie nie benutzt hat: „Mansplaining“. So nannte eine Bloggerin das, was Solnit in einem Essay (aus dem später ein Buch wurde) so treffend als verbreitetes Verhalten besserwisserischer Männer beschrieb. Seitdem verfasste sie viele weitere Bücher, über Kunst, über Natur, über Amerika. So schreibt sie gern auch über Autoren und Künstlerinnen, die abseits des Kanons stehen.

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