„Gerechte unter den Völkern“ : Eine Wanderausstellung dauerhaft in Hitlers Geburtshaus?

Der Verein Österreichische Freunde von Yad Vashem möchte seine Wanderausstellung dauerhaft im Geburtshaus Hitlers unterbringen. Das Innenministerium hat andere Pläne.
Der Verein Österreichische Freunde von Yad Vashem möchte der Stadt Braunau die seit zehn Jahren durch Österreich wandernde Ausstellung „Die Gerechten – Courage ist eine Frage der Entscheidung“ schenken, um diese dauerhaft im Hitler-Geburtshaus unterzubringen. Der Vorschlag wurde am Mittwoch in Linz unterbreitet.
Die Schau erinnert an die 112 „Gerechten unter den Völkern“ aus Österreich, die während der NS-Zeit Juden und anderen Verfolgten unter Einsatz ihres Lebens geholfen haben.
Die Braunauer Initiative „Diskurs Hitler-Haus“ begrüßte den Vorschlag als „absoluten Glücksfall“. Das Innenministerium, dem das Haus seit der Enteignung 2017 gehört, hatte kurz vor der Präsentation angeboten, die Schau in Dienststellen, etwa im Ministerium, in Landespolizeidirektionen oder Polizeischulen, zu zeigen, nicht aber im Hitler-Geburtshaus.
Die Bauarbeiten für die dort geplante Polizeidienststelle sollen Anfang Oktober beginnen, obwohl eine große Mehrheit der Österreicher diese zwanzig Millionen Euro teure Lösung ablehnt.





