Bayerischer Bibliothekspreis : Haarschnitt beim Vorlesefriseur
Die Stadtbibliothek Rosenheim und die Stadtbücherei Bad Aibling erhalten Bayerischen Bibliothekspreis für ihr ungewöhnliches Engagement.
Lesen verbindet eben doch: Der mit 10.000 Euro dotierte Hauptpreis des Bayerischen Bibliothekspreises geht in diesem Jahr an die Stadtbibliothek Rosenheim, den mit 5000 Euro ausgestatteten Sonderpreis erhält die Stadtbücherei Bad Aibling. Die Auszeichnung wird vom Kunstministerium und dem Bayerischen Bibliotheksverband verliehen. Rosenheim überzeugte die Jury als „Kommunikationszentrum mit hoher Aufenthaltsqualität und innovativer Ausstattung“, das sich für Leseförderung engagiere und eine wichtige Rolle als „Impulsgeber für die Innenstadtentwicklung“ spiele. Die Bücherei in Bad Aibling engagiert sich seit langem gegen Ausgrenzung und ist federführend an der Organisation der seit fünf Jahren stattfindenden und mittlerweile überregional bekannten Max-Mannheimer-Kulturtage beteiligt. Im Rahmen einer Kooperation mit einer Berufsintegrationsklasse schnitt ein „Vorlesefriseur“ in der Bücherei Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund die Haare, während sie Texte in ihrer Heimatsprache vorlasen.
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