Abgas-Affäre : Der VW-Chef muss in die Höhle des Löwen

VW-Chef Müller muss in Amerika die Wogen glätten. Leicht wird das nicht. Für die berüchtigte Klageindustrie in Amerika ist der Abgas-Skandal ein gefundenes Fressen.
Für den Volkswagen-Konzern gibt es derzeit kein Entkommen vor der Affäre um manipulierte Abgaswerte. Das gilt in den Vereinigten Staaten noch mehr als in der deutschen Heimat. Eigentlich wollte VW den Skandal zu Jahresbeginn mit seinem Auftritt auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas in den Hintergrund rücken lassen. Markenvorstand Herbert Diess stellte ein Elektroauto vor und mühte sich, den Konzern von seiner sauberen Seite zu zeigen. Aber tags zuvor fuhr das amerikanische Justizministerium den Deutschen in die Parade und lenkte den Blick mit einer Klage wieder auf die Abgas-Schummeleien. Der Schritt der Behörde kam nicht überraschend. Aber er hat verdeutlicht, welch unkalkulierbare Gefahren für VW in den Vereinigten Staaten lauern und welch aggressive Gegenspieler hier warten.






