Salafismus : Frankfurter Magistrat sieht Grenze überschritten

Deutlicher aufklären und gemeinsam mit muslimischen Gemeinden gegen extremistische Strömungen vorgehen: Das will der Frankfurter Magistrat angesichts mehrerer Vorfälle tun.
Der Frankfurter Magistrat will entschieden gegen Salafismus vorgehen. Das haben Stadtkämmerer Uwe Becker (CDU) und Bürgermeister Olaf Cunitz (Die Grünen) angekündigt. „Mit den jüngsten Ereignissen ist eine Grenze überschritten“, sagten die beiden Magistratsmitglieder. Kürzlich wurde ein Jugendhaus wegen Übergriffen von Salafisten vorübergehend geschlossen. Auch bei der Zerstörung eines Kunstwerks in der Ausstellungshalle „Portikus“ vermuten die Behörden religiöse Motive.
„Wir müssen deutlicher aufklären und gemeinsam mit muslimischen Gemeinden gegen extremistische Strömungen vorgehen“, sagten Cunitz und Becker laut einer Mitteilung. Bereits mit der Beschlussfassung über den Haushalt 2014 sei das Amt für multikulturelle Angelegenheiten personell gestärkt worden.
Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zu einem gestohlenen Koran aus der Ausstellung in der Kunsthalle Portikus sind zunächst ohne greifbaren Erfolg geblieben. Es seien noch keine neuen Ergebnisse zu vermelden, sagte eine Sprecherin am Dienstag. Am Samstag hatten drei Unbekannte den Koran aus der Installation „God is Great“ des 2006 verstorbenen britischen Konzeptkünstlers John Latham entwendet.





